
Washington-Saba:
Ein neuer Bericht der Energy Research Unit enthüllt, dass ein arabisches Land über riesige Mengen Thorium verfügt, eine sogenannte „Uranalternative“, die die Zukunft der Atomindustrie darstellt.
Da der Bedarf an sichereren und nachhaltigeren Energiequellen wächst, stellt Thorium in der Kernenergiebranche eine potenzielle Alternative zu Uran dar. Seit seiner Entdeckung durch den schwedischen Chemiker Jöns Jacob Berzelius im Jahr 1828 fasziniert es die Wissenschaftler mit seinen einzigartigen Eigenschaften, insbesondere da es dreimal häufiger vorkommt als Uran.
Thorium ist ein natürlich vorkommendes, silbriges Metall mit geringer Radioaktivität. Es kommt in geringen Mengen in den meisten Gesteinen und Böden vor, wobei Thorium-232 das einzige natürlich vorkommende Isotop ist.
Eine seiner Eigenschaften besteht darin, dass es sehr langsam zerfällt, da seine Halbwertszeit – die Zeit, die benötigt wird, bis die Hälfte eines bestimmten radioaktiven Elements radioaktiv in ein anderes Element zerfällt – etwa dreimal so lang ist wie das Alter der Erde.
Einem Bericht der Energy Research Unit mit Sitz in Washington zufolge entstehen beim Zerfall von Thorium zwar kleine Mengen anderer Isotope wie Thorium-228, Thorium-230 und Thorium-234, deren Masse jedoch marginal bleibt und die schließlich zu Blei-208 zerfallen.
Ein Bericht der Internationalen Atomenergie-Organisation und der Kernenergie-Agentur der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schätzt die globalen Thoriumressourcen in Ländern auf der ganzen Welt wie folgt:
1.
Ägypten: 380.000 Tonnen.
2.
Türkei: 374.000 Tonnen.
3.
Venezuela: 300.000 Tonnen.
4.
Kanada: 172.000 Tonnen.
5.
Russland: 155.000 Tonnen.
6.
Südafrika: 148.000 Tonnen.
7.
China: 100.000 Tonnen.
8.
Norwegen: 87.000 Tonnen.
9.
Grönland: 86.000 Tonnen.
10.
Finnland: 60.000 Tonnen.
11.
Schweden: 50.000 Tonnen.
12.
Kasachstan: 50.000 Tonnen.
13.
Andere Länder: 1,725 Millionen Tonnen.
Es ist erwähnenswert, dass China vor kurzem in der Bayan-Obo-Mine in der Inneren Mongolei riesige Thoriumreserven entdeckt hat, die auf eine Million Tonnen geschätzt werden. Diese Reserven könnten ausreichen, um 60.000 Jahre lang Strom zu erzeugen.
Thorium stellt eine vielversprechende Option im Kernenergiesektor dar, da es eine strategische Alternative zur Versorgung mit Kernbrennstoffen bietet und sein Einsatz in den meisten Reaktortypen das Sicherheitsniveau erhöht.