Doha - Saba:
Dr. Bassem Naim, Mitglied des Politbüros der Hamas, erklärte, die heutige Anwesenheit der Bewegung in der Verwaltung des Gazastreifens sei „eine notwendige Entscheidung, um Chaos und interne Kämpfe zu vermeiden.“ Er betonte: „Wir werden keine Regierung akzeptieren, die dem Gazastreifen außerhalb des nationalen Konsenses aufgezwungen wird.“
Er betonte zudem, dass die Bewegung nicht an der Macht im Gazastreifen festhalte und bereit sei, die Macht im Rahmen des palästinensischen Nationalkonsenses abzugeben.
Dies erklärte er während seiner Teilnahme am „Al Jazeera Forum“ in der katarischen Hauptstadt Doha am Samstag und wurde von „Palestine Online“ erneut veröffentlicht. Darin wurde erläutert, dass die Hamas bereits vor und während des Krieges wiederholt ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht habe, die Verwaltung des Gazastreifens im Rahmen einer nationalen Vision abzugeben.
Er erklärte, dass die Hamas 2014 die Macht an eine nationale Einheitsregierung übergeben und 2017 den Verwaltungsausschuss aufgelöst habe, diese Bemühungen hätten jedoch nicht zur palästinensischen Einheit geführt, wie er es beschrieb.
Naim wies darauf hin, dass Ägypten im vergangenen August per Dekret von Präsident Mahmud Abbas den Vorschlag eingereicht habe, ein ziviles Komitee unabhängiger Personen zur Verwaltung des Gazastreifens zu bilden. Dabei werde die Regierung in Ramallah als Ansprechpartner fungieren. Die Hamas zeigte sich sehr flexibel und stimmte dem Vorschlag zu, die Angelegenheiten des Gazastreifens, einschließlich der Sicherheit und der Grenzübergänge, zu regeln. Doch die palästinensische Führung, so Naim, lehnte diese Initiative ab und weigerte sich auch, eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden, ohne eine praktische Alternative vorzulegen.
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