Bern - Saba:
Der Chef der Schweizerischen Nationalbank, Martin Schlegel, sagte, Bitcoin sei zu volatil und nicht liquide genug, um als Reservewährung verwendet zu werden, während in dem wohlhabenden Land Forderungen nach einem Referendum zu diesem Thema aufkamen.
In einem am Samstag veröffentlichten Interview mit den Zeitungen der Mediengruppe Tamedia sagte Schlegel, Kryptowährungen erfüllten nicht die Kriterien, „die eine gute Währung haben sollte“.
Schlegel, der seit Oktober 2024 die Schweizerische Nationalbank leitet, erklärte, diese Währungen seien „sehr volatil“, was ihre Verwaltung erschwere, während die Währungsreserven „hochliquide sein müssten, damit sie rasch eingesetzt werden können“.
Die Schweizerische Nationalbank interveniert häufig auf den Devisenmärkten, um einen Anstieg des Schweizer Frankens zu verhindern.
Schlegel wies darauf hin, dass Kryptowährungen ein „Nischenphänomen“ seien, das hauptsächlich zu Spekulationszwecken genutzt werde und Sicherheitsprobleme aufwerfe, weil es sich bei ihnen „im Wesentlichen nur um Software“ handele.
Im Dezember 2024 wurde laut AFP eine Volksinitiative lanciert, die, wie im direktdemokratischen System der Schweiz üblich, fordert, dass die Barreserven der Zentralbank auch Bitcoin, die stabilste Kryptowährung, umfassen sollen.
Die Organisatoren der Initiative haben bis Ende Juni 2026 Zeit, die für die Abhaltung eines Referendums erforderlichen 100.000 Unterschriften zu sammeln.
Der Bitcoin-Kurs fiel am Freitag zum ersten Mal seit November unter die 80.000-Dollar-Marke. Mittlerweile ist der Kurs um mehr als 25 Prozent von seinem Höchststand von rund 110.000 Dollar nur wenige Stunden vor der Amtseinführung von Präsident Donald Trump am 20. Januar gefallen.
