Berlin – Saba:
Deutsche Ökonomen forderten am Dienstag eine Rekrutierungskampagne, die sich an in den USA ansässige Forscher richtet, die mit der Politik von Präsident Donald Trump unzufrieden sind. Sie sagten, Europas größte Volkswirtschaft könne von einem „Brain Drain“ profitieren.
In einem im Spiegel veröffentlichten Artikel forderten acht Ökonomen die deutsche Regierung auf, bis zu 100 akademische Stellen in Deutschland für angesehene Wissenschaftler zu finanzieren, die derzeit in den Vereinigten Staaten leben.
Ökonomen warfen der US-Regierung vor, die akademische Freiheit zu untergraben. Als Gründe nannten sie Finanzierungskürzungen an den Universitäten Columbia und Johns Hopkins sowie die Androhung der Abschiebung von Studenten.
„Deutschland und Europa haben jetzt die Chance, den Braindrain umzukehren und Spitzenforscher an ihre Institutionen zu holen“, heißt es in der Erklärung der Unterzeichner des Artikels.
Die Trump-Regierung hat gezielt Institutionen ins Visier genommen, die Zeugen von Massenprotesten infolge der israelischen Aggression im Gazastreifen waren. Hunderten von Studenten wurden die Visa entzogen, weil sie an pro-palästinensischen Demonstrationen teilgenommen hatten.
