Besetztes Quds – Saba:
Das sogenannte „Israelische Heimatfrontkommando“ und die israelische Armee gaben eine Änderung ihrer Warnanweisungen für einen größeren Langstreckenraketenangriff bekannt, in Erwartung erwarteter Raketenangriffe aus dem Iran oder dem Jemen.
Im Einzelnen entschieden sich die israelischen Behörden laut Channel 14, nur wenige Minuten vor dem Auslösen der Sirenen eine offizielle Warnung herauszugeben, statt der üblichen längeren Abstände.
Der Ankündigung zufolge soll diese Änderung, die innerhalb von 24 Stunden umgesetzt wird, „die Panik in der israelischen Öffentlichkeit verringern und die Verbreitung von Gerüchten und Fehlinformationen verhindern“, insbesondere nach den jüngsten Raketenstarts aus dem Jemen.
Ziel ist es außerdem, den Israelis genügend Zeit zu geben, Schutzräume zu erreichen.
Die israelische Militärführung bestätigte, dass Früherkennungssysteme in der Lage seien, Langstreckenraketen zehn bis zwölf Minuten vor ihrer Ankunft in Israel zu erkennen und so präzise und rechtzeitige Warnungen zu ermöglichen.
Diese Änderung erfolgte nach einer Krisensitzung, an der der Kommandeur der sogenannten „Heimatfront“, der offizielle Sprecher der feindlichen israelischen Armee, sowie Vertreter der Operationsabteilung und der Luftwaffe teilnahmen. Ziel ist es, die Sicherheitsmaßnahmen angesichts der jüngsten Eskalation mit dem Iran und dem Jemen zu überprüfen. Viele Israelis fordern eine Verlängerung der Warnfrist, um sich besser organisieren zu können.
Dem überarbeiteten Plan zufolge wird das Heimatfrontkommando über die Medien und Smartphones eine dringende Meldung aussenden, die auf eine Bedrohung hinweist, wenn eine Langstreckenrakete auf dem Weg nach Israel entdeckt wird. Außerdem werden wenige Minuten vor dem Eintreffen der Rakete Sirenen ertönen, die den Israelis klare Anweisungen geben.
Channel 14 berichtete am Dienstag, dass die Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump sowie die intensive Ausbildung des israelischen Militärs auf einen unmittelbar bevorstehenden Großangriff auf den Iran hindeuten.
Trump drohte dem Iran mit einem Bombardement „wie sie es noch nie erlebt haben“, sollte das Land einem neuen Atomabkommen nicht zustimmen.
Der oberste Führer des Iran, Ali Khamenei, warnte vor Vergeltungsmaßnahmen im Falle eines Angriffs auf das Land. Damit reagierte er auf Äußerungen des US-Präsidenten, der Teheran mit einem Angriff gedroht hatte, sollte kein neues Atomabkommen erzielt werden.
